Stammzellen: einer der zukunftsträchtigsten Fortschritte bei Haarausfall im Jahre 2015

Svenson News Nachrichten
23 August, 2015

fortschritte-haarausfallLösungen zur Vorbeugung von Haarausfall (Alopezie) und zur Regeneration von Haaren sind einige der Themen zu denen fortlaufend intensiv wissenschaftlich geforscht wird. Erfreulicher Weise liefern zahlreiche entsprechende Studien inzwischen sehr hoffnungsvolle Ergebnisse. Alles deutet darauf hin, dass viele der wissenschaftlichen Erkenntnisse, die in den Labors gewonnen werden, in naher Zukunft bei Patienten mit Haarproblemen in die Praxis umgesetzt werden können.

Aus den Fortschritten bei der Bekämpfung der Alopezie ragen im Jahre 2015 die Ergebnisse einer Forschung heraus, die von Experten der Medizinischen Akademie Perelman der Universität Pennsylvania durchgeführt wurde. Stammzellen werden hier als zukunftsträchtige Behandlung für das Haar empfohlen. Die Studie mit dem Titel „Erzeugung von epithelialen, follikulogenen Stammzellen aus induzierten pluripotenten Stammzellen”  stützte sich auf die Verwendung einer vorhandenen Hautzellenart, der Fibroblasten der Haut. Mit einem Laborverfahren, bei dem Gene hinzugefügt wurden, wurden die Hautzellen in Stammzellen umgewandelt (in induzierte pluripotene Stammzellen). Diese können sich in eine andere Art von Zellen verwandeln. Konkret wurden bei dieser Forschung neue epitheliale Zellen aus ihnen erhalten – eine Zellart, die im Körper vorkommt. Diese Zellen sind Teil des Nerven-, Muskel- und Bindegewebes und finden sich auch in den Haarfollikeln, aus denen das Haar entsteht.

Die Autoren dieser Forschung pflanzten Mäusen die Zellen ein und prüften, wie diese Mutterzellen fähig waren, in den Nagetieren ganz ähnliche Follikel wie die des menschlichen Gewebes zu erzeugen. Die Follikel begannen damit, ein Haar zu produzieren. Das nächste Ziel dieser Forschung ist die Reproduktion dieses Verfahrens an Menschen.

Diese Erkenntnis vervollständigt die Ergebnisse aus früheren Studien, bei denen das Potenzial der Zellkulturen gegen Alopezie analysiert wurde. Eine der hierzu bedeutendsten Studien wurde von Wissenschaftlern der Universität Rockefeller durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass die Stammzellen der Haut und Kopfhaut regenerative Fähigkeiten besitzen, wenn sie im Labor gezüchtet werden.

Was ist der nächste Schritt bei der Suche nach dem Stammzellenpotenzial für die Regeneration der Haare? Wie Dr. Xiaowei Xu, einer der Verantwortlichen der Forschung der Universität Pennsylvania, erklärt hat, müsse jetzt die Schaffung einer anderen Zellart erzielt werden, die sich in der zweiten Schicht der Kopfhaut befindet – der dermischen Papille. Mit ihr könnte diese Entdeckung bei Patienten mit Alopezie in die Praxis umgesetzt werden, um auf diese Weise ihr Problem zu lösen. Die Forschung geht also in die richtige Richtung.

FOTO: Joseph Elsbernd