Skalen zur Messung der Kahlköpfigkeit: eine gute Hilfestellung für die Behandlung

Svenson News Nachrichten
7 April, 2014

alopezie männerSchon immer waren Haarausfall und die verschiedenen Arten von Kahlköpfigkeit Gegenstand der Untersuchung durch Experten.

Diese Untersuchungen haben die verschiedenen Skalen hervorgebracht, anhand derer sich der Grad der Kahlköpfigkeit klassifizieren lässt.

Im Wesentlichen handelt es sich um zwei Skalen, die für Männer bzw. Frauen gelten: die Norwood-Hamilton- oder Hamilton-Skala und die Savin-Skala.

Der Erfinder der Skala war Dr. James Hamilton, der im Jahr 1951 die Schlussfolgerungen einer Studie vorlegte, in der er eine große Gruppe von Männern, Frauen und Kindern untersucht hatte.

Ausgehend von den Untersuchungsergebnissen stufte der Experte den Zustand der Kopfhaut nach verschiedenen Graden ein und gelangte zu maßgeblichen Schlussfolgerungen bezüglich der Faktoren, die an den verschiedenen Arten von Kahlköpfigkeit und deren Fortschreiten beteiligt sind.

Ein Vierteljahrhundert später, schon in den 70er-Jahren, vervollständigte Dr. O’Tar Norwood die Arbeit seines Kollegen, indem er einige Änderungen in das Originalmodell aufnahm. Beispielsweise fügte er den von Hamilton definierten Graden vier Abstufungen hinzu.

Die heutzutage verwendete Skala ist das Ergebnis der Zusammenführung beider Arbeiten, weshalb sie als Norwood-, Norwood-Hamilton- oder einfach als N-Skala (häufig auch als NW-Skala abgekürzt) bekannt ist. Sie wird hauptsächlich zur Bestimmung des Grades männlicher Kahlköpfigkeit bei androgener Alopezie angewandt.

Laut der Norwood-Hamilton-Skala gibt es sieben Grade oder Stufen von Kahlköpfigkeit, die von minimalem Haarverlust (Typ I) bis zum höchsten Grad (Typ VII) reichen. Letzterer zeichnet sich dadurch aus, dass nur ein hufeisenförmiger Haarkranz (von Ohr zu Ohr) am Hinterkopf verbleibt.

Zwischen diesen beiden Extremen befinden sich verschiedene Abstufungen der Kahlköpfigkeit:

  • die Geheimratsecken seitlich am Vorderkopf (Typ II)
  • an den hinteren Bereichen der Kopfhaut (Typ III); eine stärkere Ausprägung, bei der der obere Teil des Kopfes kaum noch Haare aufweist (Typ IV)
  • die Phase, in der die kahlen Stellen immer größer werden (Typ V)
  • das Auftreten eines großen kahlen Bereichs, der die Kopfmitte einnimmt und sich außerdem zu beiden Seiten und zum Hinterkopf hin ausdehnt (Typ VI)

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Die andere Skala zur Einstufung der Kahlköpfigkeit, die beim weiblichen Haarausfall zum Einsatz kommt, ist die Savin-Skala. Sie entstand in den 90er-Jahren durch Dr. Savin, Spezialist an der Universität Yale. Im Gegensatz zu anderen ähnlichen Klassifizierungen – wie der von Ludwig – misst sie neben dem Grad an Kahlköpfigkeit auch die Verdünnung des Haars.
Die Skala basiert auf neun Bildern, die das Fortschreiten des Haarausfalls bei Frauen darstellen. Sie legt drei Arten von Kahlköpfigkeit (I, II und III) fest, bei denen der Haarausfall von minimal bis zu erheblich reicht. Darauf folgt eine Phase namens „Fortgeschritten“. Diese wird nur von wenigen Frauen erreicht. Bei ihr ist der betroffene Bereich praktisch haarlos. Hinzu kommt eine frontale Phase – eine Variante, bei der der Haarausfall am Vorderkopf besonders intensiv ist.