Rauchen und seine Folgen: Auch das Haar leidet

Svenson News Nachrichten
12 November, 2014

Es ist mehr als erwiesen: Rauchen schadet fast allen Organen des Körpers. Und die Haare bilden da keine Ausnahme. Die letzten Nachrichten über durch Rauchen verursachte Krankheiten haben bestätigt: Raucher haben ein höheres Risiko, Diabetes zu entwickeln. Nikotin kann Brustkrebs verschlimmern. Viele Gedächtnisausfälle, die auf das Alter zurückgeführt werden, können ihren Ursprung im Rauchen haben. Aber zweifellos am besten erwiesen ist, dass Rauchen Lungenkrebs auslösen kann. Gemäß den Ergebnissen, die auf dem letzten Kongress der Europäischen Respiratorischen Gesellschaft (ERS) vorgestellt wurden, gibt es in 92 Prozent der Fälle eine direkte Verbindung zwischen dieser Tumorart (der häufigsten und am besten vermeidbaren Art) und dem Rauchen.

Aber es gibt auch andere Organe, die im Prinzip zwar weniger von den Auswirkungen des Nikotins betroffen sind, jedoch berücksichtigt werden müssen, wenn wir vom Rauchen und seinen Folgen sprechen, denn auch sie werden in Mitleidenschaft gezogen. Das ist der Fall der Haut und der Haare. Wie die Experten der Spanischen Akademie für Dermatologie erklären, sind Haut und Haare den Auswirkungen von Nikotin auf zwei Arten ausgesetzt: zum Einen direkt durch den Kontakt mit dem Umgebungsrauch, was sich bei den Haaren im Verlust an Glanz und Kraft sowie einer trockeneren äußeren Haarschicht zeigt; und indirekt, wenn die Wirkstoffe des eingeatmeten Rauchs über die Blutgefäße zum Haarfollikel gelangen und dessen korrekte Nährstoffversorgung behindern, denn Nikotin führt zu Gefäßverengung und geringerer peripherer Durchblutung. Es ist bewiesen, dass sich beim Rauchen einer Zigarette 90 Minuten lang die Gefäße verengen (dadurch fließt weniger Blut in die Venen und Arterien) und dass der Blutfluss mit jeder gerauchten Zigarette um bis zu 42 Prozent sinkt.

Ferner besteht bei Haarproblemen wegen Rauchen ein enger Zusammenhang zwischen den Giftstoffen in der Zigarette, die hauptsächlich für die nikotinbedingten Krankheiten verantwortlich sind, und den Körperhormonen. Man weiß zum Beispiel, dass Nikotin die Mechanismen zur Produktion von Östrogenen beeinträchtigt, was unter Umständen stärkere Trockenheit und Hautatrophie (Gewebeschwund) verursacht, die auch die Kopfhaut betreffen kann. Außerdem gibt es Beweise, dass Rauchen die Produktion von Androgenen (männlichen Hormonen) erhöhen kann, zu denen auch Testosteron gehört. Dies könnte sich direkt auf die Follikel, konkret auf die Entwicklung der Zellen auswirken, aus denen die Haarfasern stammen, und dies könnte mit schwächeren Haarwurzeln wegen Rauchen zusammenhängen.

Ferner müssen wir bedenken, dass wir auch als Nichtraucher dem Nikotin und seinen Folgen ausgesetzt sind; es gibt immer mehr Beweise über die Auswirkung von Rauch auf den Körper der so genannten Passivraucher. Zu diesen Auswirkungen gehören Krebs, chronische Atemwegserkrankungen, Herzkrankheiten, Asthma, Allergien usw. Und natürlich auch eine schlechtere Haargesundheit.

Folglich ist es am besten, mit dem Rauchen aufzuhören, um die Gesundheit im Allgemeinen (und insbesondere die der Haare) zu erhalten. Und sowohl als aktiver als auch als passiver Raucher sollte man einige Maßnahmen ergreifen, um den Auswirkungen von Nikotin auf den Körper entgegenzuwirken: Nehmen Sie mehr an Vitamin C reiche Lebensmittel (Raucher haben in der Regel zu wenig Vitamin C), frisches Obst und Gemüse zu sich; bewegen Sie sich im Freien, damit Ihr Körper mehr Sauerstoff aufnimmt; trinken Sie mindestens zwei Liter Wasser täglich, um die Hydrierung sicherzustellen (das Haar und die Haut von Rauchern neigt zu Austrocknung) und um die Beseitigung von Giftstoffen aus dem Körper zu erhöhen. Dies alles führt zu gesünderem und kräftigerem Haar.