Graue Haare sollten nicht “ausgerissen werden“ und andere Mythen über das Haar

Svenson News Nachrichten
4 Februar, 2014

haarFür viele Personen ist das erste graue Haar ein richtiger Schock, denn sie interpretieren es irrtümlicherweise als eindeutiges Anzeichen für das Altern. Und dies ist nur der erste einer Reihe von Irrtümern oder falscher Mythen über das Haar im Allgemeinen und insbesondere über graue Haare, die ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen sind.

Ein graues Haar ist lediglich ein Haar, das aufgrund der stetig sinkenden Produktion von Melanin, dem Stoff, der für den Haarton verantwortlich ist, seine natürliche Farbe verloren hat. Diese „Verlangsamung“ wird mit dem Alterungsprozess in Verbindung gebracht, was aber nicht immer stimmt, denn es gibt viele Zwanzigjährige, die entweder genetisch bedingt oder aus anderen Gründen schon sehr viele graue Haare haben.

Einer der am meisten verbreiteten Mythen über das Haar ist der Glaube, dass graue Haare nicht ausfallen, was in dem volkstümlichen Spruch zum Ausdruck kommt: „Wer ergraut, wird nicht kahl.“ Hinsichtlich der Phasen von Haarwachstum und Haarausfall folgen graue Haare demselben Rhythmus wie Haare, in denen das Melanin noch einwandfrei funktioniert. In einigen Fällen merken manche Personen jedoch, dass das graue Haar stärker und kräftiger ist, und haben daher den Eindruck, sie hätten dichteres Haar. In anderen Fällen hingegen wächst das graue Haar aufgrund des Alterungsprozesses des Haares feiner.

Ein weiterer klassischer Mythos über das Haar ist: „Man darf sich graue Haare nicht ausreißen, denn sonst kommen zwei graue Haare nach.“ Es handelt sich dabei nur um einen so genannten optischen Effekt: Graue Haare wachsen langsam, aber in Gruppen; wenn ein graues Haar ausgerissen wird, braucht es zum Wachsen genau so lange wie ein noch pigmentiertes Haar, aber man hat das Gefühl, dass an der Stelle des ausgerissenen grauen Haares mehr graue Haare nachwachsen. Das heißt: Die höhere oder geringere Anzahl grauer Haare, die gekämmt werden, ist unabhängig von den Haaren, die natürlich ausfallen bzw. ausgerissen werden.

Zur Pflege grauer Haare wählen die meisten Personen die Möglichkeit, sie mit Haarfärbemitteln zu vertuschen. Dazu eignen sich am besten Produkte zur dauerhaften Haarfärbung, die durch einen Oxidationsprozess die grauen Haare vollständig abdecken; Haartönungen sind nur dann zu empfehlen, wenn lediglich einzelne graue, auf dem Kopf gleichmäßig verteilte Haare mit einem natürlichen Haarton abgedeckt werden sollen.

Grau meliertes, graues oder weißes Haar kann genauso schön sein wie farbiges Haar und wirkt oft sehr elegant. Wenn Ihre grauen Haare gut aussehen sollen, sollten Sie unbedingt die Tipps von Svenson zur Haargesundheit befolgen (sie gelten für jeden Haartyp, für farbiges oder graues Haar) und einige der vielen spezifischen Produkte für diesen Haartyp, die Sie im Handel finden, in Ihre tägliche Pflege einbeziehen. Wenn Sie hingegen Haarfärbemittel als Strategie für die Haarschönheit einsetzen wollen, um graue Haare abzudecken, dann sollten Sie möglichst den unschönen grauen Haaransatz vermeiden und die Haare alle drei bis vier Wochen nachfärben.

Zum Schluss noch ein Rat: Wenn das erste graue Haar auftaucht, dann sollten Sie weder verzweifeln noch in die Versuchung geraten, es auszureißen; ziehen Sie vielmehr Nutzen daraus, pflegen Sie es schön und genießen Sie Ihren neuen Look.

Foto: gabsiq