Fortschritte in der Stammzellenforschung: Fettzellen, eine mögliche Lösung für die androgenetische Alopezie

Svenson News Nachrichten
24 Januar, 2014

zellenDie Erforschung des Haarausfalls ist eines der „aktivsten“ Wissenschaftsfelder der heutigen Zeit. Dank kontinuierlich durchgeführter Studien über Haarausfall im Allgemeinen und insbesondere über die androgenetische Alopezie liegen uns mittlerweile vielversprechende Ergebnisse vor. Die meisten dieser Studien zielen darauf, den Ursprung des Problems aufzudecken und vor allem die wichtigsten Faktoren, die zu seiner Erscheinung führen, zu bestimmen.

Eine der neuesten Arbeiten im Bereich der Alopezie-Forschung wurde von Experten der Universität Yale in den USA erstellt, deren Ziel die Analyse der Stammzellen war, die sich in der Fettschicht unter der Kopfhaut befinden. Die Autoren der Studie untersuchten die Verhaltensmuster dieser Zellen hinsichtlich des Haarwachstumszyklus und stellten fest, dass sich die Fettschicht der Kopfhaut zusammenzieht, wenn das Haar abstirbt, und sich dehnt, wenn es wächst.

Nachdem sie die „Funktionsweise“ dieser Fettschicht (hinter der sich eine Molekülart verbirgt, nämlich der bei Verletzungen von Blutplättchen freigesetzte Wachstumsfaktor [Platelet-derived Growth Factor – PDGF] , der schon früher mit Haarausfall in Verbindung gebracht wurde) entdeckt hatten, gelangten die Autoren dieser Forschungsarbeit über Haarausfall zu dem Schluss, dass bei Männern mit androgenetischer Alopezie zwar Stammzellen in der Kopfhaut erhalten bleiben, diese aber ihre Fähigkeit zur Regenerierung verloren haben und in gewisser Weise eingeschlafen sind.

Die Autorin dieser Forschungsarbeit, Frau Dr. Valerie Horsley, erklärt, dass sich die Hautfettzellen, die sich um den Haarfollikel herum befänden (Vorläuferzellen), zu Beginn des Haarwachstums um das Vierfache vervielfältigten und dies sei bei androgenetischer Alopezie nicht der Fall.

Mit diesen Erkenntnissen stellten sich die Forscher der nächsten Herausforderung: Sie wollten die Strategien oder Mechanismen bestimmen, mit denen sich diese Fettzellen so reaktivieren lassen, dass die Fettschicht unter der Kopfhaut die korrekte Funktionsweise des Haarfollikels wieder ermöglicht. Damit könnte erreicht werden, dass das Haar erneut wächst und die androgenetische Alopezie beseitigt wird.

Der nächste vom Team um Dr. Horsley angestrebte Schritt bestand in der Identifizierung weiterer chemischer Verbindungen, die möglicherweise an der Regenerierung des Haars beteiligt sind; dabei konzentrierte es sich insbesondere darauf festzustellen, ob die Ergebnisse dieser an Mäusen erfolgten Forschung auf den Menschen übertragbar sind.

In Erwartung der endgültigen Ergebnisse, die zugleich die Entwicklung neuer Arzneimittel für die Behandlung von Haarausfall einleiten könnten, lässt sich aus dieser Forschung ableiten, dass alles, was eine korrekte Funktionsweise des Organismus begünstigt (Ernährung, Lebensgewohnheiten, usw.), gut für das Haar sowie zur Vorbeugung gegen androgenetische Alopezie ist.

Foto: zooboing