Andere Formen von Haarausfall

Neben den bekannten Alopezien können bei Frauen auch andere Arten von Haarverlust auftreten

Frau greift sich ins HaarDazu gehören bespielsweise der saisonale Haarausfall, der Haarverlust durch Stress oder Ernährung oder die durch hormonelle Schwankungen verursachte Alopezie (zum Beispiel nach der Schwangerschaft, oder in den Wechseljahren…), Darüber hinaus gibt es andere, seltenere Alopezien bei Frauen die aber für die Betroffenen genauso beunruhigend sind.

  • Haarausfall durch sideropenische Anämie (Eisenmangelanämie):

    Dieser Haarverlust ist durch Eisenmangel bedingt. Obwohl Eisenmangel ein häufiger Auslöser für Haarausfall bei Frauen ist, sind auch Männer mit zunehmendem Alter betroffen. Diese diffuse Alopezie entsteht durch die verringerte Eisenmenge im Körper – entweder des im Blut befindlichen Eisens (Serum-Eisen) oder des Speicher-Eisens (Ferritin) in den Zellen. Im ersten Fall (Serum-Eisen) ist lediglich die Eisenkonzentration verringert. Ursachen sind eine Ernährung mit wenig rotem Fleisch oder anderen eisenreichen Nahrungsmitteln, oder übermäßige Blutverluste durch die Menstruation oder andere Blutungen. Im zweiten Fall (wenig Ferritin) wird das Eisen freigesetzt, um die wichtigeren Organe zu versorgen. Es steht dann nicht mehr den wachsenden Haarfollikeln zur Verfügung. Folglich treten die Follikel schneller in die telogene Phase ein und es kommt zum Haarausfall. Ideal ist ein Ferritinwert im Bereich von circa 70 Mikrogramm pro Liter Blut. Er gewährleistet normale Anagenphasen. Liegt der Wert deutlich darunter, sollte in ärztlicher Absprache ein Eisenpräparat über mehrere Monate hinweg eingenommen werden.

  • Frontale fibrosierende Alopezie (beschrieben von Steven Kossard):

    Dieser Typ Haarausfall betrifft vor allem Frauen um die 50 Jahre. Obwohl diese Art Haarverlust zunächst für Frauen nach der Menopause beschrieben wurde, kann sie auch vor den Wechseljahren und auch bei Männern auftreten (wenn auch in einem viel geringeren Ausmaß). Diese Alopezie äußert sich in einem langsamen Rückgang der Haarlinie an Stirn und Schläfen, gelegentlich auch am Scheitel. Im fortgeschrittenen Stadium führt sie zu einer Verschiebung des Haaransatzes bis ein breites, kahles Band sichtbar ist – wie ein Stirnband. Diese Pathologie wurde bei Menschen mit kaukasischer (europäischer) Herkunft festgestellt, aber auch bei Asiaten und Afroamerikanern. Ihr Ursprung und ihre Verbindungen sind unklar. Die Behandlung ist kompliziert. Die besten Ergebnisse sind mit der Kombination aus Finasterid, intraläsionalen Kortikoiden (Kortison) und Minoxidil zu erzielen.

  • Pseudopelade Brocq:

    Die Ursachen dieses Haarausfall-Typs sind nicht bekannt. Die entzündliche Erkrankung der Haarfollikel – wie Lichen planopilaris (Lichen planus) oder Lupus erythematodes – kommt häufiger bei Frauen über 40 Jahren vor. Dieser Typ Alopezie wird zwischen den normalen Strähnen festgestellt. Durch kleine Kahlstellen entsteht ein Bild wie “Spuren im Schnee”. Gegen Pseudopelade Brocq gibt es keine wirksame Behandlung. Oral angewandte Kortikoide können das Fortschreiten verlangsamen.

  • Loose Anagen-Syndrom:

    Dieser Typ Haarausfall tritt zum Beispiel häufig bei der Chemotherapie und Strahlentherapie auf sowie bei Mädchen generell.

  • Lupus erythematodes:

    Bei dieser Autoimmunkrankheit zeigt sich unter anderem ein diffuser, oft dauerhafter Haarausfall auf der Kopfhaut – eine oder mehrere kahle Stellen, die auch gerötet (erythem), atrophisch oder depigmentiert (hypopigmentiert) sein können. Manchmal kann es auch zur Verstopfung der Haarfollikel durch Keratin kommen. Die Erkrankung ist nicht heilbar. Je früher die Behandlung beginnt, umso besser wirkt sich das auf den weiteren Verlauf aus.

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